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OL am Ende der Welt

Senioren-Weltmeisterschaften (WMOC) 2017 in Neuseeland

- ein Bericht von Hermann Wollgarten -

 

Wer, wie ich, schon immer von Neuseeland träumte und dann erfährt, dass die WMOC (World
Masters Orienteering Championships) dort stattfindet, macht natürlich seinen Traum wahr und
verbindet das OL–Hobby mit einem NZ–Urlaub. Ist die lange Anreise (24h Flugzeit) erst einmal
verdaut, wird man von zwei sehr grünen Inseln mit unzähligen Stränden empfangen. Ein Paradies
für Wanderer, Biker oder Wassersportler. Die Bevölkerung ist sehr hilfsbereit, nur die
neuseeländische Interpretation der englischen Sprache ist höchst gewöhnungsbedürftig.


Die WMOC war eingebettet in die World Masters Games, eine Veranstaltung, welche in 4-jährigem
Rhythmus - diesmal in Auckland, der mit Abstand größten Stadt in NZ - stattfindet. Dieses sportliche
Großereignis mit ca. 30 Sportarten und über 25.000 Teilnehmern haben die "Kiwis" hervorragend
organisiert.


Das Universitätsgelände im Zentrum Aucklands war für die Sprint-OL-Veranstaltungen auserkoren.
Dieses Laufgebiet war sehr anspruchsvoll, da stark verwinkelt, mit Brücken, Unterführungen und
unpassierbaren Hindernissen bestückt. Wer nicht den Kartenkontakt verlieren wollte, musste
häufiger von O-Lauf in Stop-and-Go übergehen.


Die Lang-Veranstaltungen (LQ1, LQ2, LF) fanden in einem auch für neuseeländische Verhältnisse
sehr speziellen Waldgebiet statt. Gelegen an der Westküste, bot der recht offene Pinienwald eine sehr
gute Belaufbarkeit, wären da nicht der dünenartige Untergrund und die körperhohen Schilfinseln
gewesen, welche die Sicht z.T. sehr stark einschränkten. Das anspruchsvollste Laufgebiet stellte LQ2
dar: Man befand sich hier in einer Monsterdünenlandschaft. Die Karte – trotz Maßstab 1:7.500 –
hatte vor lauter Höhenlinien eine fast braune Grundfarbe. Es gab hier unzählige Möglichkeiten,
Fehler zu machen, und dies wurde von vielen Teilnehmern auch fleißig genutzt. Die Anzahl der
Fehlstempel, Disqualifikationen und Aufgaben war recht hoch.
 

Sieht man von den recht weiten Anreisewegen zu den Lang-Wettbewerben von gut 2 Stunden (eine
Richtung) ab, dann waren alle OL-Events hervorragend organisiert. Sollt jemand die Möglichkeit
bekommen, NZ-Urlaub mit OL verbinden zu können, dann nichts wie hin.

 

http://wmoc2017.com/